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Hörtraining als Chance für Betroffene

Marvin Schlichting li und Sebastian Aschern eröffnen Hörvergnügen in Buchholz

Marvin Schlichting li und Sebastian Aschern eröffnen Hörvergnügen in Buchholz

„Können Sie das bitte wiederholen?“, „Kannst du den Fernseher lauter machen?“,  „Erzählst du mir später was gesagt wurde?“ – 15 Millionen Deutsche leiden an Hörproblemen. Das ist nicht nur für Betroffene belastend, auch das Umfeld steht vor einer schwierigen Situation. Missverständnisse sind auf der Tagesordnung. Das könnte sich ab Mittwoch, 29. Juli, für Menschen mit Hörbeeinträchtigung und ihre Angehörigen aus Buchholz und Umgebung ändern, wenn das neue Hörgeräteakustikfachgeschäft ‚Hörvergnügen‘ in der Kirchenstraße 13 seine Türen öffnet.  „Wir möchten, dass unsere Kunden wieder Freude am Hören haben“, sagt Hörgeräte-Akustiker-Meister und Mit-Inhaber Marvin Schlichting (31). Schwerhörigkeit gehört in Deutschland zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Von 15 Millionen Betroffenen tragen 2,5 Millionen Hörgeräte.

„Wir setzen zunächst bei der Hörentwöhnung der Geschädigten an. Wenn ich über mehrere Jahre die Klangfülle meiner Umwelt nicht 100prozentig wahrgenommen habe, benötige ich ein spezielles Hörtraining, um mich wieder daran zu gewöhnen. Ist dieses Fundament geschaffen, starten wir mit der Anpassung der Hörsysteme. Wir sind nicht nur in Buchholz, sondern in ganz Norddeutschland die einzigen, die dieses patentierte Verfahren anwenden“, so Schlichting weiter. Er habe sich ganz bewusst für den Standort Buchholz entschieden, weil hier seine Wurzeln sind und er optimale Bedingungen für eine Unternehmens-Neugründung vorfinde: Ein Laden, der nur 200 Meter von der Fußgängerzone entfernt ist, kostenlose Parkplätze und 20.140 Einwohner, die über 45 Jahre alt sind – die Zielgruppe der Hörgeräteakustiker.

Aber auch immer mehr junge Menschen leiden unter verminderter Hörfähigkeit. Bereits Kleinkinder und Säuglinge können unter Schwerhörigkeit leiden. Daher beschäftigt sich Mit-Geschäftsführer Sebastian Aschern (30) seit 2011 mit Kinderakustik. Der Sohn eines Hals-Nasen-Ohren-Arztes und Vater einer kleinen Tochter, hat nach seiner Meisterprüfung als Hörgeräteakustiker eine Ausbildung zur Hörgeräteanpassung bei Kindern (Pädakustik) gemacht. Hörbeeinträchtigungen bei Kleinkindern zu erkennen, ist nicht leicht. Spricht ein Kind sehr laut, dreht es den Kopf nicht in die Richtung aus der Musik ertönt oder versucht es nur selten Sätze nachzusprechen, können dies Hinweise auf eine Beeinträchtigung sein. „Ich liebe meinen Beruf, denn es gibt nichts Schöneres als mitzuerleben, wenn ein Kind seine Eltern zum ersten Mal hört“, sagt Sebastian Aschern.

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This entry was posted on 28. Juli 2015 by and tagged .